23.10.2019, 11:59 Uhr | von | Börse

Analysten sind zwar nur vorsichtig optimistisch, wenn es um den weiteren Verlauf des ATX geht, sie verweisen jedoch vor allem auf die günstigen Bewertungen.

Weiterer Verlauf an der Wiener Börse ungewiss
Bild: pixabay.com / FirmBee

Am österreichischen Leitindex ATX ist von dem Mitte des Jahres 2016 aufgekommenen Aufschwung nichts mehr zu sehen. Damals hatte er von 2.200 Punkte auf 3.600 Punkte zugelegt. Seit Anfang des Jahres 2018 schwankt das Kursbarometer jedoch. Der Handelsdisput zwischen den USA und China brachte ebenso wie die Angst vor einer weiteren US-Zinserhöhung die Stimmung an der Börse endgültig zum Kippen.

Das Schlimmste an den Handelsplätzen scheint nunmehr überstanden. Der RBI-Analyst Manuel Schleifer berichtet, dass die globalen Aktienmärkte in der Zwischenzeit wieder in der Nähe ihres Jahreshochs notieren. Gemeint sind vor allem die US-Börsen, denn am heimischen Markt ist die Entwicklung doch vager. Zwar konnte der ATX eine wichtige Hürde von 3.000 Punkte wieder erreichen, die Wertentwicklung seit Jahresbeginn von rund 11% ist jedoch eher bescheiden. Auch die Handelsvolumen liegen deutlich unter dem langjährig gemessenen Durchschnitt.

Großer Exportanteil

Es gibt jedoch einen entscheidenden Grund für die Zurückhaltung vieler Anlegerinnen und Anleger. Viele heimische Unternehmen haben doch einen großen Exportanteil. Durch den laufenden Handelsstreit mit den USA rechnen immer mehr Volkswirte mit einer globalen Konjunkturabkühlung bzw. einer Verlangsamung des weltweiten Handelns. So befürchten viele Anlegerinnen und Anleger, dass dies heimische Firmen besonders hart treffen könnte. Daher wird die Wiener Börse vermehrt gemieden.

Es gibt aber auch volkswirtschaftliche Gründe, die den heimischen Markt unterstützen könnten. Künftig soll es in Zentraleuropa und Österreich höhere Wachstumsraten geben, als in der Eurozone und dies obwohl man eine Abschwächung des Umfeldes erwartet. Viele österreichische Firmen sind in östlichen Nachbarländern verankert, weswegen viele im Hinblick auf den österreichischen Aktienmarkt optimistisch gestimmt sind. Handelskonflikte, Brexit und andere politische Risiken sollten dennoch im Auge behalten werden.

Hebelung des Aktienindex

Der Einstiegszeitpunkt könnte für Anlegerinnen und Anleger durchaus interessant sein. Indexzertifikate etwa bilden die Wertentwicklung des ATX ab. Man kann mit einem Zertifikat mit Hebelwirkung seine Chancen noch einmal erhöhen.

Mehr Informationen: ATX

aktualisiert: 23.10.2019, 11:59 Uhr
Richard Baidinger
Email: rb@finanz.at
Redakteur, Ressort Wirtschaft und Finanzen
Experte für Wirtschaft und Finanzen
Redaktion | Kontakt | Wien
Richard Baidinger ist Experte und Redakteur für Bank- und Finanzwirtschaft aus Wien.

Schlagwörter:

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