14.10.2019, 11:13 Uhr | von | Wirtschaft

Im Vorfeld der Herbsttagung in Washington zeigen Prognosen ein langsameres Wirtschaftswachstum. Dies ist nicht zuletzt wegen der Handelsstreitigkeiten der Fall.

Rezept gegen Abschwung von Weltbank und Währungsfonds gesucht
Bild: pixabay.com / rawpixel

Das Jahrestreffen des IWF (Internationalen Währungsfonds) und der Weltbank wird von Handelskonflikten und einem schwächeren Wirtschaftswachstum überschattet. Seit heute, 14.10.2019, diskutieren Zentralbanker, Großbanken-Chefs und Finanzminister bei einer einwöchigen Tagung. Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Weiterentwicklung des globalen Wirtschafts- und Finanzsystems. Herausforderungen, wie etwa internationale Finanzstabilität, Handelsstreit, Entwicklungspolitik und Klima, gibt es genügend.

Zum ersten Mal ist die IWF Direktorin Kristalina Georgieva dabei.  Sie warnt im Hinblick auf die Diskussionen, dass der IWF die Konjunkturprognose senken werde. Im heurigen Jahr wird vom Internationalen Währungsfonds in fast 90 % der Welt ein langsameres Wachstum erwartet. Ihrer Meinung nach könnte die globale Wirtschaftsleistung des Jahres 2020 nur durch den Handelskonflikt zwischen den USA und China und bis zu 634 Milliarden Euro sinken. Das wären rund 0,8 % der gesamten Weltwirtschaft.

Steigende Skepsis

Das Teilabkommen zwischen den USA und China dürfte für etwas Erleichterung sorgen. Es ist allerdings noch nichts unterzeichnet, aufgrund der immer wiederkehrenden Eskalationen des Konflikts in den letzten Monaten, ist die Skepsis jedoch hoch.

OeNB-Gouverneur Holzmann zum ersten Mal dabei

Der Internationale Währungsfonds wurde 1945 gegründet und hat seinen Sitz in Washington. Er sieht sich als Stabilisator des globalen Finanzsystems. In etwa 2.700 Beschäftigte sollen durch Überwachung dafür sorgen, dass es weltweit nicht zu großen Schuldenkrisen oder Turbulenzen die Währungen betreffend kommt.

Auch der neue Notenbank-Gouverneur Holzmann wird von österreichischer Seite aus bei dem Treffen teilnehmen. Holzmann selbst hat in den Jahren 1988 bis 1990 für den IWF gearbeitet und war in den Jahren 1997 bis 2011 auch bei der Weltbank tätig.

aktualisiert: 14.10.2019, 11:13 Uhr
Richard Baidinger
Email: rb@finanz.at
Redakteur, Ressort Wirtschaft und Finanzen
Experte für Wirtschaft und Finanzen
Redaktion | Kontakt | Wien
Richard Baidinger ist Experte und Redakteur für Bank- und Finanzwirtschaft aus Wien.

Schlagwörter:

WeltbankWährungsfondsIWFAbschwungWirtschaftswachstum

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