13.04.2021, 12:06 Uhr | Arbeitnehmer
Trotz sinkender Arbeitslosenzahlen - immer noch 440.000 ohne Job
Bildquelle: APA | AMS - Arbeitsmarktservice

Derzeit sind nur noch rund 364.000 Personen beim AMS als arbeitslos gemeldet (Minus 11.600 zur Vorwoche), 76.500 befinden sich in Schulungen. Laut Arbeitsminister Kocher sinken die Zahlen seit Wochen kontinuierlich.

Die Arbeitslosenzahlen im Wochenvergleich sind trotz hartem Lockdown in Ostösterreich erneut gesunken. Aktuell sind 363.897 Personen beim Arbeitsmarktservice (AMS) arbeitslos gemeldet, das sind 11.600 Personen weniger als in der Vorwoche. Derzeit befinden sich 76.551 Personen in AMS-Schulungen, das sind im Wochenvergleich um 2.300 mehr, wie das Arbeitsministerium am Dienstag mitteilte. Damit sind insgesamt 440.448 Menschen in Österreich ohne Job.

Zum Vergleich: Mitte April 2020 im ersten harten Corona-Lockdown lag die Zahl der Arbeitslosen und AMS-Schulungsteilnehmer auf Rekordhoch bei 588.200.

Arbeitslosigkeit "sinkt kontinuierlich"

Arbeitsminister Martin Kocher (ÖVP) ortet eine gewisse Entspannung am Arbeitsmarkt. "Seit 13 Wochen sinkt nun die Arbeitslosigkeit kontinuierlich. Im Vorjahr zu dieser Zeit lag die Arbeitslosigkeit auf ihrem Höchststand", so der Arbeitsminister in einer Aussendung. Aufgrund der Maßnahmen, saisonaler Effekte und offensichtlich positiveren Erwartungen in der Wirtschaft setze sich die Erholung am Arbeitsmarkt fort. "Der erneute harte Lockdown im Osten Österreichs zeigt glücklicherweise noch wenig Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt", sagte Kocher.

Seit vergangener Woche sind Anmeldungen zur Phase 4 der Corona- Kurzarbeit möglich. Aktuelle Kurzarbeitszahlen gab das Arbeitsministerium am Dienstag noch nicht bekannt.

Comebackplan soll 500.000 Arbeitsplätze schaffen

Mit dem am Montag präsentierten Comebackplan möchte man innerhalb eines Jahres bis zu 500.000 Personen wieder in reguläre Beschäftigung bringen. Finanz.at hat über den Comebackplan bereichtet.

Finanzminister Blümel (ÖVP) erklärte am Montag im Gespräch mit Corinna Milborn (Puls24), man wisse noch nicht, wie viele aktuell in Kurzarbeit befindliche Arbeitnehmer wieder zu einem regulären Arbeitsverhältnis zurückkehren werden. Mit einer entsprechenden Standort-Politik sollen der wirtschaftliche Aufschwung gelingen und neue Arbeitsplätze entstehen.

Mehr Informationen: Arbeitslos melden

Buchhaltungssoftware
Kostenlos Rechnungen, Angebote und mehr erstellen mit der Software von Finanz.at!