23.02.2021, 15:32 Uhr | Immobilien
Erhöhung der Richtwertmieten wird bis nächstes Jahr ausgesetzt
Bildquelle: Finanz.at (Montage) | Eigentumswohnung

Die Erhöhung der Richtwertmieten, die im April für etwa 500.000 Altbau- und Gemeindebau-Wohnungen anstehen würde, wird ausgesetzt. Sie soll erst wieder 2022 erfolgen, wie die Bundesregierung heute mitteilt. Auch Arbeiterkammer (AK), Mietervereinigung und SPÖ haben eine Aussetzung der Mieterhöhung gefodert.

Die Erhöhung der Richtwertmieten, die für rund 500.000 Altbau- und Gemeindebau-Wohnungen schon im April anstehen würde, wird für heuer ausgesetzt. Wegen der Coronakrise wird die Valorisierung aufs kommende Jahr verschoben. Die Regierungsparteien ÖVP und Grüne haben gegenüber der APA angekündigt, am morgigen Mittwoch den entsprechenden Antrag im Parlament einzubringen. Normalerweise erfolgt die Indexanpassung alle zwei Jahre, das ist gesetzlich festgelegt.

Keine zusätzlichen finanziellen Belastungen

"Mit dem Aussetzen der gesetzlichen Mieterhöhung wollen wir weitere finanzielle Belastungen besonders für Familien verhindern", wurde Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) in einer Stellungnahme zitiert. "Die Miete macht für Viele den größten Teil der monatlichen Fixkosten aus", so Vizekanzler Werner Kogler (Grüne). "Eine Erhöhung kann besonders für Menschen, die in der Coronakrise mit finanziellen Einbußen kämpfen, eine Belastung darstellen." Die beiden Politiker verwiesen auch auf weitere "Soforthilfen", die die Bundesregierung angesichts der Pandemie gesetzt implementiert habe.

Arbeiterkammer (AK), Mietervereinigung und SPÖ hatten bereits eine Aussetzung der Anpassung der Richtwertmieten gefordert. Vize-Klubobmann Jörg Leichtfried betont heute in einer Pressekonferenz ebenfalls, dass eine Aussetzung der Erhöhung der Richtwertmieten notwendig sei, um die ohnehin bereits durch Arbeitslosigkeit, Kurzarbeit und sonstiger wirtschaftlicher und finanzieller Folgen der Pandemie gebeutelte Bevölkerung nicht zusätzlich zu belasten.

(APA / Redaktion)

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