19.11.2020, 08:30 Uhr | von | Wirtschaft
Weniger Geld, mehr Online-Shopping - Lockdown verändert das Weihnachtsgeschäft
Bildquelle: Finanz.at | Christmas-Shopping

Viele Österreicher haben heuer aufgrund der Corona-Pandemie deutlich weniger Geld zur Verfügung als im Vorjahr. Darunter wird auch das Weihnachtsgeschäft leiden. Die Hälfte aller Österreicher kauft seit der Krise mehr Waren im Internet.

Den Österreichern fehlen die Lust und das Geld, um die Wirtschaft anzukurbeln. Auch nach dem derzeitigen Lockdown, der in den Wochen vor Weihnachten wieder entspanntes Einkaufen ermöglichen soll, dürfte das Geschäft nur teilweise anspringen.

Weniger Geld: "Weihnachten wird heuer anders"

"Gewinnen wird 2020 keiner mehr", erwartet Dieter Scharitzer, Assistenzprofessor an der Wirtschaftsuniversität Wien. Denn inzwischen haben 37 Prozent der Menschen weniger Geld verfügbar als im Vorjahr. Grund dafür sind neben der Kurzarbeit, die zu Gehaltseinbußen führt, auch die steigende Arbeitslosigkeit. Viele Einkäufe gehen ins Internet.

"Weihnachten wird heuer anders", schließt Scharitzer aus einer Umfrage seines Instituts TQS Research & Consulting unter 1.000 erwachsenen Österreicherinnen und Österreichern, die am 16. November, unmittelbar vor dem Lockdown durchgeführt wurde. Sollte der Handel massiv Rabatte gewähren - wie etwa zum "Black Friday"-Wochenende, dann können die Österreicher zwar schon noch zum Einkaufen motiviert werden, "ich glaube aber, dass es in Summe schlechter wird" als im Vorjahr, so Scharitzer.

Hälfte aller Österreicher kauft seit Pandemie mehr im Internet

Das hat auch mit dem Wechsel zum Online-Einkauf zu tun. 11 Prozent der Österreicher und Österreicherinnen kaufen seit der Corona-Pandemie viel mehr und 37 Prozent etwas mehr online ein, 45 Prozent gleich viel. Damit kauft fast die Hälfte aller ÖsterreicherInnen seit Ausbruch der Pandemie mehr im Internet ein als zuvor.

Dennoch wird die Kaufkraft nachlassen. 61 Prozent der Befragten geben an insgesamt weniger Geld auszugeben und 53 Prozent wollen in diesem Jahr weniger Geschenke kaufen.

Pessimismus gegenüber wirtschaftlicher Erholung

Der Pessimismus im eigenen Einkaufsverhalten scheint sich auch in Bezug auf die Gesamtwirtschaft auszubreiten. Während im April in einer Umfrage noch 56 Prozent davon ausgegangen waren, dass sich die Wirtschaft in naher Zukunft erholt, waren es jetzt vor dem zweiten Lockdown nur mehr 46 Prozent.

Dabei gibt es weiter Unterstützung für die Maßnahmen gegen das Coronavirus. Beinahe unverändert seit Anfang Oktober beurteilen drei von vier Österreichern die von der Regierung im Kampf gegen die Pandemie gesetzten Maßnahmen als sehr bis eher sinnvoll und 90 Prozent haben vor, sich auch daran zu halten. Nur für die Wirtschaft ist das derzeit keine besonders gute Nachricht.

(APA / Redaktion)

Top-Unternehmen in der Firmensuche finden
Hier finden Sie die besten Steuerberater, Versicherungsmakler, Vermögensberater, ...
★ Empfehlung
OPTIFIN GmbH
Finanzierungsberater

Adresse: Lortzinggasse 14 , 8041 Graz
Telefon: 0800999195
E-Mail: info@optifin.at
Leistungen: Finanzierungsberatung, Kreditvermittlung, Immobilienfinanzierung
Daniel Herndler
Email: dh@finanz.at
Chef-Redakteur, Ressort-Leiter Steuern und Finanzen
Experte für Finanzen, Steuern, Wirtschaft, Arbeitnehmer
Redaktion | Kontakt | Twitter: @DanielHerndler | Salzburg
Daniel Herndler ist Wirtschaftsjournalist, Herausgeber und Chef-Redakteur des Nachrichtenportals Finanz.at. Seine Schwerpunkte liegen in den Bereichen Steuern, Finanzen und Wirtschaft.

Schlagwörter:

WeihnachtsgeschäftWeihnachtenChristmas-ShoppingLockdown

Mehr Schlagzeilen