13.11.2020, 19:37 Uhr | von | Wirtschaft
Pfusch: Schwarzarbeit steigt heuer um 8 Prozent auf 25 Mrd. Euro
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Laut neuer Studie steigt die Schattenwirtschaft, wie Schwarzarbeit und andere nicht versteuerte Tätigkeiten in diesem Jahr um acht Prozent auf fast 25 Milliarden Euro. Das sind 6,4 Prozent der gesamten Wertschöpfung in Österreich.

Fast 25 Milliarden Euro soll heuer durch Schwarzarbeit und andere Aktivitäten, die nicht deklariert und damit versteuert werden, bis Jahresende erwirtschaftet werden. Das ist ein Plus von acht Prozent gegenüber dem Vorjahr und wurde im Rahmen einer Studie des Linzer Ökonomen Friedrich Schneider erhoben.

Pfusch macht 6,4 Prozent der Wertschöpfung aus

Die sogenannte Schattenwirtschaft bezeichnet alle wirtschaftlichen Tätigkeiten, die nicht von der Steuer erfasst werden können, weil sie nicht entsprechend angegeben werden. Unterm Strich mache die Schwarzarbeit nun 6,4 Prozent der gesamten Wertschöpfung in Österreich aus. Wobei während des ersten Lockdowns minimal gepfuscht wurde. Danach hätten viele Arbeitslose, Kurzarbeiter und auch Selbstständige die Gelegenheit genutzt, um Geld dazuzuverdienen.

"Der Pfusch ist eine wesentliche Hilfe zur Bewältigung der Rezession infolge der Pandemie. Er dämpft konjunkturelle Dellen, ohne Pfusch würde es uns schlechter gehen. (...) Ohne Pfusch würde es jedes zweite Einfamilienhaus oder jede zweite Eigentumswohnung nicht geben", so Schneider zum "Kurier". Zwei Drittel der Pfuscher hätten einen Job in der offiziellen Wirtschaft und seien nebenbei tätig.

3,5 Milliarden Euro Steuer- und Abgabenverlust

Schwarzarbeit schädigt vor allem den Staat und die Sozialversicherungen. Ihnen entgehen Steuer- und Sozialversicherungsbeiträge in Höhe von bis zu 3,5 Mrd. Euro. Fast zwei Drittel der Österreicher würden Arbeiten im Pfusch erledigen lassen, 29 Prozent pfuschten selbst. Das ergebe sich aus einer von Schneider beauftragen österreichweiten Befragung von rund 1.000 Personen.

(APA / Redaktion)

Daniel Herndler
Email: dh@finanz.at
Chef-Redakteur, Ressort-Leiter Steuern und Finanzen
Experte für Finanzen, Steuern, Wirtschaft, Arbeitnehmer
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Daniel Herndler ist Wirtschaftsjournalist, Herausgeber und Chef-Redakteur des Nachrichtenportals Finanz.at. Seine Schwerpunkte liegen in den Bereichen Steuern, Finanzen und Wirtschaft.

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