22.10.2020, 11:23 Uhr | Wirtschaft
Mehr Gehalt im Handel - Lidl und Rewe schütten Prämien für Mitarbeiter aus
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Nach KV-Runde steigen ab 2021 die Gehälter im Handel im 1,5 Prozent. Erste Unternehmen schütten auch Mitarbeiterprämien aus.

Nach der Einigung zwischen Arbeitgeber und Gewerkschaft in der ersten Runde der Handels-KV-Verhandlungen haben sich bereits die ersten Handelsunternehmen zu einer Mitarbeiterprämie bereit erklärt. Die beiden Lebensmittelhändlern Rewe (Billa, Merkur, Penny, Bipa) und Lidl zeigten sich am Donnerstag dazu bereit, machten aber keine genaue Angaben zur Höhe der Prämie. Laut der Gewerkschaft werde die Prämie jedem Vierten Handelsbeschäftigten zugutekommen.

Die Corona-Mitarbeiterprämie, die von der Gewerkschaft im Vorfeld der Verhandlungen gefordert wurde, ist zwar nicht Teil des neuen Kollektivvertrags. Die Sozialpartner einigten sich jedoch auf eine Aufforderung an Betriebe, die es sich leisten können, eine Prämie in Höhe von mindestens 150 Euro auszuzahlen. Die Gehälter für die 415.000 Handels-Angestellten steigen mit Anfang 2021 um 1,5 Prozent.

Genaue Angaben zur Prämienhöhe machten Lidl und Rewe bisher nicht. Rewe will jedoch laut Aussendung einen einstelligen Millionenbetrag für rund 40.000 Mitarbeiter bereitstellen. Beide Handelsunternehmen haben bereits im Frühling eine Prämie an ihre Mitarbeiter ausgeschüttet. Damals schüttete Rewe einen niedrigen zweistelligen Millionenbetrag aus.

Laut der Gewerkschaft werde jeder vierte im Handel Beschäftigte von der Prämie profitieren. Sie will den Unternehmen nun genau auf die Finger schauen. "Wir werden sehr genau hinsehen, wer der Aufforderung nach Auszahlung einer Corona-Prämie nachkommt und alle Unternehmen vor den Vorhang holen, die trotz positiver Umsätze ihren MitarbeiterInnen die Prämie verweigern", so der Vorsitzende des Wirtschaftsbereiches Handel bei der GPA-djp, Martin Müllauer, laut einer Aussendung vom Donnerstag.