01.10.2020, 10:02 Uhr | von | Steuern
Ab 01. Oktober werden Pkw-Steuern CO2-abhängig
Bildquelle: Finanz.at (Montage) | CO2-Emissionen von KFZ werden nach Messverfahren WLTP ermittelt

Die NoVA, die Mineralölsteuer und die motorbezogene Versicherungssteuer werden ab Donnerstag, 01. Oktober 2020, an den CO2-Ausstoß des Fahrzeugs gebunden. CO2-arme Fahrzeuge werden dabei steuerlich günstiger.

Ab Donnerstag wird die motorbezogene Versicherungssteuer "grüner". Damit orientieren sich künftig alle drei Pkw-Steuern, die es in Österreich gibt, am CO2-Ausstoß. Für kleinere, effiziente Autos wird die jedes Jahr fällige motorbezogene Versicherungssteuer günstiger, für größere Autos, etwa Vans und SUV, dagegen meist teurer. Die Neuregelung gilt für alle Erstzulassungen ab dem 1. Oktober.

Von jedem Autobesitzer wird die motorbezogene Versicherungssteuer laufend gemeinsam mit der Haftpflichtversicherungs-Prämie eingehoben, bisher richtete sich die Höhe nach der Motorleistung. Die Unterschiede können leicht mehrere hundert Euro im Jahr ausmachen.

E-Autos von motorbezogener Versicherungssteuer befreit

Reine Elektrofahrzeuge sind von der motorbezogenen Versicherungssteuer befreit. Ebenfalls nach dem CO2-Ausstoß errechnen sich auch die Normverbrauchsabgabe (NoVA), die einmalig beim Neuwagenkauf oder Import eines Autos nach Österreich fällig wird, sowie die Mineralölsteuer (MöSt) für jeden getankten Liter Sprit.

CO2-arme Fahrzeuge werden günstiger besteuert

Grund für die Umstellung ist, dass CO2-arme Fahrzeuge steuerlich deutlich begünstigt werden sollen. Im Gegenzug werde man in Österreich für KFZ mit hohem CO2-Ausstoß deutlich mehr NoVA und KFZ-Steuer entrichten müssen. Diese Maßnahme wurde bereits 2019 beschlossen und ist Teil der öko-sozialen Steuerreform.

(APA / Redaktion)

Mehr Informationen: KFZ-Steuer

Daniel Herndler
Email: dh@finanz.at
Chef-Redakteur, Ressort-Leiter Steuern und Finanzen
Experte für Finanzen, Steuern, Wirtschaft, Arbeitnehmer
Redaktion | Kontakt | Twitter: @DanielHerndler | Salzburg
Daniel Herndler ist Wirtschaftsjournalist, Herausgeber und Chef-Redakteur des Nachrichtenportals Finanz.at. Seine Schwerpunkte liegen in den Bereichen Steuern, Finanzen und Wirtschaft.

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