Android-Blockade: Frist für Huawei um drei Monate verlängert

Die US-Regierung gibt dem chinesischen Smartphone-Hersteller Huawei einen Fristaufschub von drei Monaten bis zur Android-Blockade.

Android-Blockade: Frist für Huawei um drei Monate verlängert
Bild: bigstockphoto.com / studio4a
20.08.2019, 10:58 Uhr | von | Wirtschaft

Die Ausnahmeerlaubnis zur Nutzung des Android-Betriebssystems für Huawei im Rahmen des Handelskrieges zwischen den USA und China wurde um drei Monate verlängert. Damit müssen Nutzer von Smartphones aus China weitere drei Monate keine Angst haben, dass Updates und App-Downloads eingeschränkt werden. Die Regierung der Vereinigten Staaten stellt jedoch deutlich fest, dass es sich nur um eine Gnadenfrist handle.

US-Handelsminister Wilbur Ross möchte mit dieser Frist allen Nutzern die Chance geben, sich um Alternativen umzusehen. „Während wir Verbraucher weiter dazu drängen, sich von Huawei-Produkten zu verabschieden, erkennen wir an, dass es mehr Zeit braucht, um jegliche Störungen zu vermeiden“, so Wilbur Ross. Damit wird sich für Huawei-Nutzer auch für die nächsten drei Monate nichts ändern.

Zugleich erklärte Ross, dass weitere 46 Tochterunternehmen von Huawei auf die „schwarze Liste“ gesetzt und damit von der US-Blockade betroffen sein werden.

Wechsel von Google-Betriebssystem zu Harmony OS

Huawei muss sich daher ebenfalls weiterhin nach Alternativen zum Google-Betriebssystem Android umsehen. Dazu stellte das Unternehmen das alternative Betriebssystem Harmony OS vor. Es soll Android jederzeit auf allen Smartphones ersetzen können. Ein Problem würde jedoch bestehen bleiben: Huawei muss App-Entwickler davon überzeugen, ihre Programme auch für das neue Huawei-Betriebssystem zu produzieren.

Daniel Herndler
Mail: dh@finanz.at | Twitter: twitter.com/DanielHerndler
Chef-Redakteur, Ressort-Leiter Steuern und Finanzen
Steuern, Finanzen und Börse
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