13.06.2019, 10:15 Uhr | von | Wirtschaft

In Deutschland ging die bisher längste Auktion der deutschen Mobilfunkfrequenzen zu Ende. Die vier Mobilfunk-Provider Telefonica, Drillisch, Deutsche Telekom und Vodafone zahlen insgesamt für die 5G-Frequenzblöcke rekordverdächtige 6,55 Milliarden Euro. Das teile die Bundesnetzagentur mit.

5G-Netz: Auktion in Deutschland erzielt 6,6 Milliarden Euro
Bild: pixabay.com / JESHOOTS-com

Fachleute und Experten rechneten zunächst mit rund fünf Milliarden Euro als Auktionsergebnis. Nun wurden diese Schätzungen in der bisher längsten Auktion für Mobilfunkfrequenzen in Deutschland erreicht: fast 6,6 Milliarden Euro. Die Auktion dauerte rund zwölf Wochen mit insgesamt 497 Runden.

Erst im Jahr 2015 wurden 5,1 Milliarden Euro an Erlös bei der letzten großen Auktion erzielt. Der Grund für den höheren Wert in diesem Jahr ist Neueinsteiger Drillisch. 2015 waren nur drei, 2019 mit Drillisch vier Provider an der Auktion beteiligt. Dadurch wurden rund 1,5 Milliarden Euro mehr als Auktionergebnis erreicht. Drillisch ist eine Tochterfirma des Konzerns United Internet, die bisher noch nicht über ein eigenes Netz verfügt und daher die Antennen der Konkurrenz verwendet.

Das Geld, das bei der 5G-Auktion in Deutschland erzielt wurde, geht an den Bund. Dieser möchte es in die Digitalisierung investieren, um den Netzausbau in ländlichen Regionen voranzutreiben.

Die Deutsche Telekom zahlt mit 2,17 Mrd. Euro am meisten, gefolgt von Vodafone mit immerhin noch 1,88 Mrd. Euro. Telefonica (1,42 Mrd. Euro) und Drillisch (1,07 Mrd. Euro) bringen sich ebenfalls mit einer stattlichen Summe in das Bietergefecht ein. Zur Versteigerung wurden Frequenzblöcke im 2-Gigahertz- und 3,6-Gigahertz-Frequenzbereich angeboten. Dabei waren die Frequenzen mit 2-Gigahertz deutlich teurer. Grund dafür ist, dass hiermit höhere Reichweit erzielt werden können. Sie stehen jedoch frühestens ab 2021 zur Verfügung.

Die Bundesnetzagentur sieht diese historische Auktion als Startschuss für den 5G-Ausbau in Deutschland. Eingesetzt sollen die Frequenzen nicht nur für den neuen Mobilfunkstandard 5G, sondern damit auch für eine bessere Netzabdeckung in der gesamten Bundesrepublik.

Mehr Informationen: Mobilfunk

Martin Höllinger
Email: mh@finanz.at
stv. Chef-Redakteur, Ressort-Leiter Kredit
Experte für Finanzierung, Kredit, Versicherung
Redaktion | Kontakt | Twitter: @hoellinger | Steiermark
Martin Höllinger ist Finanz-Experte aus der Steiermark und beschäftigt sich seit Jahren mit den Themen Finanzen, Kredit und Versicherung.

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