Als Selbstständiger, Einzelunternehmen, Freiberufler oder KMU benötigt man ein eigenes Bankkonto für die gewerbliche Tätigkeit - ein sogenanntes Kommerzkonto. Alle Informationen zu diesem Firmenkonto finden Sie hier online!

Firmenkonto für Selbstständige

In Österreich gibt es viele Menschen, die sich selbstständig machen und in weiterer Folge als Einzelunternehmer tätig sind. Einige haben auch wenige Angestellte oder Arbeiter. Natürlich benötigt man auch als Selbstständiger ein Konto für den Zahlungsverkehr, in der Regel bedarf es aber keinen richtigen Firmenkonten einer Bank, die mit einem großen Service, aber auch mit hohen Kosten einhergeht.

Banken werben, dass sich ihre Firmenkonten für alle Unternehmensarten eignen, doch es ist ein Fakt, dass die meisten Einzelunternehmen nur ein normales Girokonto benötigen, um Geld zu erhalten und Rechnungen oder anderes bezahlen zu können.

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Konten und Banken vergleichen

Man sollte sich bei der Wahl zwischen einem normalen Girokonto und einem Firmenkonto einiges überlegen. Man sollte auf alle Fälle bei der Wahl des Kontos auf die konkreten Kosten, die im Zuge der Eröffnung und der Führung dieses Kontos entstehen werden, achten. Außerdem sollte man sich darüber klar werden, welche Zusatzleistungen man von der Bank benötigt, sofern dies überhaupt der Fall ist.

Bei der Wahl des Anbieters, also der Bank, sollte man aber nicht nur auf die Kosten achten, sondern auch, wie das eigene Bankverhalten ist. Ist man nämlich etwa in der Gastronomie tätig, muss man in der Regel täglich oder zumindest sehr oft Bargeld auf das Konto einzahlen. Hierfür sollte man sich demnach auch eine Bank suchen, die Filialen hat. So muss man je nach eigener Situation, aber auch den eigenen Ansprüchen und Wünschen entsprechend eine Entscheidung treffen.

Bankkonto für Unternehmen

Wie bereits erwähnt, ist es oftmals gar nicht notwendig, ein Firmenkonto zu eröffnen, gerade wenn man als Unternehmer beinahe dieselben Ansprüche an ein Konto hat, wie eine Privatperson. Es ist aber in jedem Falle anzuraten, ein eigenes Konto – wenn es auch nur ein Girokonto ist – für die Firma zu eröffnen, da man sonst Privates und Geschäftliches nicht mehr gut trennen kann und es auch der Übersichtlichkeit dient, wenn es etwa zu einer Steuerprüfung oder dergleichen kommt. Gründet man eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) oder Kommanditgesellschaft (KG), so ist das Eröffnen eines Firmenkontos unabdinglich. Ein Unternehmer einer solchen Rechtsform wird nämlich erst dann handlungsfähig, wenn das Gründungkapital nachgewiesen wurde. Dies geschieht über das Firmenkonto.

Was zeichnet ein solches Konto aus?

Hat man einen Umsatz von bis zu 10.000 Euro pro Quartal und überzieht das Konto nicht, sollte das Konto nicht viel kosten. Wenn man jedoch andere Zusatzleistungen im Zuge des Firmenkontos haben, so kann es durch zu höheren Kosten kommen. Außerdem gilt, dass die Kosten umso mehr steigen, desto höher der Umsatz des Unternehmens ist. Direkte Kosten entstehen etwa für die monatliche Kontoführungsgebühr, die Gebühren für die Transaktionen, die vorgenommen werden, Kosten für Services, wie Kontoauszüge, Ein- und Auszahlungen und Daueraufträge und die Kosten für die Bankomat- und/oder Kreditkarten.

Hier lohnt sich auch ein Vergleich, weil manche Banken Kredit- und Bankkarten kostenlos zur Verfügung stellen, manche hingegen hohe Gebühren verlangen. Außerdem sollte man sich bei der Wahl des richtigen Firmenkontos das Liquiditätsmanagement (automatische Umschichtung zwischen Tagesgeldkonto und Firmenkonto) beachten. Außerdem liegen oftmals große Unterschiede zwischen den Zinsen für den Überziehungsrahmen vor.

Unterschiede zum Girokonto für Privatpersonen

Um das Firmenkonto vom Girokonto abzugrenzen, muss man zunächst die Unterschiede anführen. Nur so kann eine wirkliche Abgrenzung vorgenommen werden, was die Wahl des richtigen Produkts wiederum erleichtert. Grundsätzlich haben beide Konten einen IBAN, der sich in der Regel mit anderen ähnelt. Bei einem Firmenkonto kann man die Leistungen nach den gesetzlichen und eigenen Vorstellungen und Anforderungen anpassen.

Hat man ein Unternehmen mit einer hohen Frequenz an Buchungen, so kann sich ein Vergleich der Konditionen und Kosten der verschiedenen Anbieter durchaus lohnen. Denn die Kosten und Spesen richten sich bei einem Firmenkonto oftmals nach den Umsätzen des Unternehmens. Man ist als Unternehmer dazu verpflichtet, eine ordentliche Buchführung vorzuweisen – ob dies jedoch mit einem Privat- oder Firmenkonto geschieht, spielt in der Regel keine Rolle.

Entscheidet man sich für ein Firmenkonto, so kann man immer wieder über die Konditionen zum Konto mit der Bank verhandeln, weil Firmenkunden in der Regel seitens der Bank hoch angesehen werden. Hier kann bzgl. Spesen, Gebühren und Überziehungszinsen ein Abkommen mit der Bank geschlossen.

Welche Vorteile bietet ein Firmenkonto?

Im Folgenden sind die wesentlichen Vorteile eines Firmenkontos angeführt.

  • Ein Vorteil ist, dass in der Regel jeder Firmenkunde, egal welcher Größe einen fixen Kundenberater an die Seite gestellt bekommt, der fachlich versiert ist und somit viele offene Fragen klären und beraten kann.
  • Eilüberweisung sind grundsätzlich mit einem Firmenkonto ohne Probleme in Auftrag zu geben.
  • Des Weiteren werden im Allgemeinen Leistungen, wie Scheckinkasso, Treuhandgeschäfte, Versendung der Kontoauszüge auf dem postalischen oder elektronischen Wege, Saldierungen und Internetbanking zur Verfügung gestellt.
  • Außerdem kann man mit einem Firmenkonto das erforderliche Stammkapital bestätigen, welches zur weiteren Führung des Unternehmens nach Gründung vonnöten ist.
  • Die Informationen über Umsätze kann man in der Regel auf Grund des Formates direkt in die Buchhaltung integrieren.
  • Aber auch Sonderleistungen sind leichter zu erhalten, wenn man ein Firmenkonto besitzt. Hierzu zählt man beispielsweise Fremdwährungskonten, den Zahlungsverkehr im Ausland, Garantie- und Dokumentgeschäfte und Sichteinlagen in Fremdwährungen.