Mit Zuhilfenahme eines Musterdepots, welches oft auch als Demo-Konto bezeichnet wird, hat man die Möglichkeit, die Entwicklung der ausgewählten Wertpapiere risikolos und einfach und nicht mit eigenem, sondern fiktivem Geld zu beobachten. Man kann damit einen Überblick über ein Portfolio bekommen, welches man entweder bereits besitzt oder überlegt, kaufen zu wollen. Ferner beinhalten die meisten Musterdepots eine vollständige Performanceberechnung.

Mit einem Demokonto kann man einen Überblick über ein Portfolio bekommen, welches man entweder bereits besitzt oder überlegt, kaufen zu wollen. Ferner beinhalten die meisten Musterdepots eine vollständige Performanceberechnung.

In der Regel kann man sich zur Verwendung eines Demo-Kontos kostenfrei registrieren. Diese Registrierung ist meistens mit nur wenigen Mausklicks erledigt und es kann sogleich mit der Beobachtung von einzelnen Positionen oder eines gesamten Portfolios begonnen werden.

Wofür wird ein Musterdepot oder Demo-Konto verwendet?

Grundsätzlich stehen einem im Zusammenhang mit einem Demo-Konto einige Funktionen zur Verfügung, die durchaus nützlich sein können. So kann man etwa beliebig viele Musterdepots gleichzeitig besitzen und die unterschiedlichsten Positionen über einen gewissen Zeitraum beobachten. Viele Musterdepots rechnen automatisch den Gewinn oder Verlust in ganzen Zahlen und in Prozent vom Kaufzeitpunkt an aus.

Charts über die Performance werden ebenso geboten und sorgen dafür, dass man auch eine bildhafte Veranschaulichung der Kursveränderungen bekommt. Und selbst Steuern und Spesen werden im Zuge eines Demo-Kontos berücksichtigt, sodass dem Benutzer ein möglichst naturgetreues Bild der Wirklichkeit vermittelt wird und man somit eine echte Analyse durchführen kann. Auch die Bewertung der Depot-Positionen mit fremder Währung sind in der Regel im Zuge eines Musterdepots möglich.

Aktien handeln und Trading für Anfänger

Der Einstieg in den Aktienhandel ist oftmals nicht einfach. Vor allem Anfänger, aber auch Fortgeschrittene müssen laufend praktische und theoretische Erfahrungen sammeln. Man muss sich das finanzwirtschaftliche Vokabular aneignen und volkswirtschaftliche Zusammenhänge verstehen. Außerdem sollte man sich die gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Einflussfaktoren auf die Börse und die Methoden der Chartanalyse aneignen. Neben der Theorie muss man aber auch verstehen, wie man Aktien kauft und verkauft beziehungsweise wie man die Benutzeroberfläche des Online-Depots bedient. Letzteres lernt man, in dem man sich bei einem Muster-Depot anmeldet und sich Schritt für Schritt der Materie annähert.

Nicht zuletzt deswegen, weil man mit dem Einsatz von echtem Geld auch das Risiko eingeht, bei Fehlentscheidungen Verluste zu erleiden. Hier kann ein Demo-Konto Abhilfe schaffen, da hier die Vorgänge im Zusammenhang mit dem Aktienhandel ohne Risiko, da mit fiktivem Geld, erlernt werden. So kann man Anlagestrategien erarbeiten, die man bei korrekter Funktionsweise in weiterer Folge auch in die Praxis umsetzen kann. Aber nicht nur Einsteiger, sondern auch bereits erfahrene Anleger können mithilfe eines Demo-Kontos neue Strategien entwickeln und diese bedenkenlos ausprobieren.

Vorteile eines Musterdepots/Demo-Kontos:

  • In der Regel kostenlos.
  • Risikoloses Probieren von Strategien ist durch das Handeln mit virtuellem Geld möglich.
  • Eignet sich nicht nur für Einsteiger zum Lernen, sondern auch für Erfahrene zum Ausprobieren neuer Strategien.
  • Man kann mit der Benutzung eines Demokontos die Funktionen der Handelsplattform kennenlernen und sich mit diesen vertraut machen.

Nachteile eines Musterdepots/Demo-Kontos:

  • Oft sind selbst Musterdepots und Demokontos zu einem gewissen virtuellen Wert oder aber auch zeitlich begrenzt.
  • Auch kann es der Fall sein, dass aufgebrauchtes Demo-Geld, wenn aufgebraucht, nicht wieder aufgeladen werden kann. Dies kann vor allem für Einsteiger zum Nachteil werden, da man nicht viel Chancen auf einen Lernprozess bekommt.
  • Das mentale Druckgefühl, dass es eigentlich gleich ist, ob man einen Gewinn oder Verlust erzielt, kann ebenso als Nachteil gesehen werden. Man ist also hier nicht dem echten Druck ausgesetzt, wenn die Möglichkeit besteht, wirklich echtes Geld zu verlieren.

Umstieg vom Demokonto auf ein richtiges Konto

Sobald man sich mit dem Hantieren der Kurse und Käufe bzw. Verkäufe sicher genug fühlt oder aber auch eine neue Handelsstrategie erprobt hat, kann man vom Demokonto zu einem Livekonto, also zu einem Konto, bei dem man echtes Geld einzahlt, wechseln. Das bedeutet, dass man echte Gewinne erzielen kann, ebenso wie man aber auch das Risiko eingeht, Geld zu verlieren. Deswegen sollte man niemals mit Geld handeln, welches man kurz- oder mittelfristig wieder benötigt und auch nie mit einer Summe, die man nicht verkraften kann, zu verlieren.

Man muss grundsätzlich immer von einem Totalverlust ausgehen, damit man für diesen Fall mental gewappnet ist. Man sollte sich darüber klar sein, dass man sich beim Platzieren von Trades oft auch Entscheidungen stützt, die auf Emotionen basieren. Ein Verlust kann einen – gerade zu Anfang – schnell überfordern. Dessen sollte man sich bewusst sein. Da beim Handel auf einem Demokonto diese Gefühle nicht eintreten, da es „um nichts geht“, kennt man dieses Gefühl nicht, bevor man mit echtem Geld handelt. Man sollte daher auf alle Fälle nicht zu lange warten, bis man von einem Musterdepot auf ein Live-Konto umsteigt, da man sonst die „Angst vor dem Verlustrisiko“ verliert, was auch nicht gut ist, da man dadurch vielleicht unüberlegte Entscheidungen trifft.

Man sollte sich also mit der Thematik oder mit dem Ausprobieren einer neuen Handelsstrategie durchaus im Zuge eines Demokontos auseinandersetzen, aber zu einem echten Konto wechseln, sobald man sich darüber bewusst wird, wie das Handeln funktioniert und welche Risiken damit einhergehen.